Rechtsmittel Rechtsschutzversicherung REFA Refinanzierung Refinanzierungspolitik

Rechtsmittel Rechtsschutzversicherung REFA Refinanzierung Refinanzierungspolitik und Regionalpolitik
Rechtsmittel: den Prozessbeteiligten zustehende Möglichkeit, eine ihnen nachteilige gerichtliche Entscheidung durch ein Gerichthöherer Instanz nachprüfen zu lassen. R. sind Berufung, Revision und Beschwerde. Die Einlegung eines R. hemmt den Eintritt der Rechtskraft einer (gerichtlichen) Entscheidung. Der dem R. übergeordnete Begriff ist der des Rechtsbehelfs, der jede förmliche Handlung eines Betroffenen erfasst, durch die eine behördliche oder gerichtliche Entscheidung angegriffen wird, z.B. Widerspruch oder Klage.

Rechtsschutzversicherung: Versicherungsschutz zur Wahrung rechtlicher Interessen, wenn hierfür Prozessführungskosten (Anwaltsgebühren, Gerichtskosten) entstehen. Versicherer bieten Versicherungen einzeln oder kombiniert an als Verkehrs-, Privat-, Mieter-, Berufs- oder Gewerberechtsschutzversicherung.

Rediskontierung: die Weiterveräußerung von bereits diskontierten Wechseln an die Zentralbank (z.B. Deutsche Bundesbank), wenn die Restlaufzeit der Wechsel maximal 90 Tage beträgt. Durch den Wechselankauf gewährt die Zentralbank für die Zeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit des Wechsels der Bank einen kurzfristigen Kredit (Wechseldiskontkredit). Bei Fälligkeit legen die Geschäfts- oder die Zentralbank den Wechsel dem Bezogenen vor, der den Wechseldiskontkreditzurückzahlt, indem er seine im Wechsel dokumentierte Schuld begleicht. Die Gesamtsumme der rediskontierten Wechsel darf einen bestimmten, für jedes Kreditinstitut individuell festgelegten Höchstbetrag nicht übersteigen (Rediskontkontingent).

REFA, Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung: der 1924 gegründete Ausschuss wurde 1977 umbenannt in REFA-Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation. Wesentliche Aufgabe ist die Entwicklung praktikabler Methoden zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und zur Humanisierung der Arbeit in den Betrieben.
ww

Refinanzierung: die Fremdkapitalbeschaffung der Kreditinstitute für die Kreditgewährung. Sie geschieht haupt-sächlich durch Einlagen wie Sicht-, Termin- und Spareinlagen. Kreditinstitute können sich auch Zentralbankgeld direkt bei der Zentralbank im Rahmen der Refinanzierungspolitik beschaffen.

Refinanzierungspolitik: die Maßnahmen der Zentralbank zur Beeinflussung der Geldbeschaffung der Geschäftsbanken. Die Zentralbank legt dabei Konditionen wie Zinsen oder Laufzeiten fest, zu denen sich Banken bei ihr Geld beschaffen können. Wird die Refinanzierung der Geschäftsbanken durch die Zentralbank erleichtert, wird die Möglichkeit der Banken, durch die Vergabe von Krediten Geld zu schöpfen, verbessert. Mittel der R. der Deutschen Bundesbank waren z.B. im Rahmen der Diskontpolitik die Festlegung des Diskontsatzes. Der Europäischen Zentralbank stehen als Mittel der Refinanzierungspolitik z.B. das Hauptrefinanzierungsgeschäft, die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte und die Spitzenrefinanzierungsfazilität zur Verfügung.

Regionalpolitik (regionale Strukturpolitik): als Teil der allgemeinen Wirtschaftspolitik alle Maßnahmen mit dem Ziel, wirtschaftliche Nachteile schwächer entwickelter Gegenden (z.B. die neuen Bundesländer oder die Küstengebiete von Nord- und Ostsee) zu fördern, um der Bevölkerung überall gleiche Lebensbedingungen zu schaffen. Dazu sollen z.B. regionale Entwicklungsunterschiede abgebaut, der Strukturwandel erleichtert und in Regionen mitgeringem Arbeitsplatzangebot wettbewerbsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden.

Regionalpolitik

Die R. gehört zu den Gemeinschaftsaufgaben von Bund und Ländern, wobei jedoch die regionale Strukturpolitik der EU, v. a. über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, an Gewicht gewinnen wird.

Share:

You might also like